Im letzten Jahr habe ich mich im Herbst etwas näher mit dem Thema Geocaching beschäftigt. Ab und zu macht so eine Schatzsuche Spaß. Nicht unbedingt wegen der Funde, eher weil man dabei neue, interessante Orte kennenlernt an denen man oft jahrelang vorbeigefahren ist, und die man dort nie vermutet hätte.
Seit ich meine erste Tupperdose versteckt habe sind nun knappe neun Monate vergangen. Der Cache ist für Autofahrer nicht zu erreichen. Um in die Nähe zu gelangen ist für Fußgänger oder Biker ein c.a. 2 Kilometer langer Anstieg über Forst- und Wanderwege zu bewältigen. Der Cache hat das Motto Geotainment. Er sollte eine Art “Tauschbörse” in der Natur werden und Interessierte zur Aktivität im Freien animieren.
Man spaziert durch den Wald dorthin, genießt die Natur und tauscht einen Unterhaltungsgegenstand mit dem man es sich anschließend zu Hause bequem macht.
Die Resonanz auf geocaching.com war gut. Der Cache wurde gleich nach einem Tag gefunden und in der darauf folgenden Zeit alle ein bis zwei Wochen geloggt. Da nun seit etwa 4 Wochen Funkstille herrscht, wollte ich mal nach dem Rechten sehen. Die erste Ausfahrt nach meinem Urlaub ging also Richtung Druidenstein zum Cache.
Die Dose war gleich gefunden. Sie hat inzwischen zwar einen Riss, war aber dort wo sie hingehört, im Versteck unter einem Stein. Natürlich war ich neugierig wie sich die Tauschbörse entwickelt hat. Ich wollte wissen welche Gegenstände sich nun darin befinden und hab die Dose gleich geöffnet. Ich weiß nicht wie ich es formulieren soll: Ich war auf jeden Fall enttäuscht! Eine Grundregel beim Geocachen lautet:
„…man sollte mindestens einen gleichwertigen, besser noch einen höherwertigen Tauschgegenstand zurücklassen oder lieber gleich gar nicht tauschen…“
Trotz dieser Regeln hat die Community aus meiner Tauschbörse eine Ramschkiste für nicht mehr benötigte Gegenstände gemacht. Die 2 PlayStation Spiele, der PC Klassiker und die DVD aus der Erstbestückung wurden gegen „höherwertige“ Gegenstände getauscht. Nun befindet sich folgendes in der blauen Box:
- ein PlayStation Spiel
- 1 Geocoin
- eine Pizza Hut Kreditkarten Schatulle
- ein BMW Kalender
- der Klassiker: Inhalt aus einem Überaschungs Ei
- Kopfhörer
- und mein persönlicher Favorit: Das Buch Mormon!

Jetzt bin ich am Überlegen was ich mit dem Cache machen soll. Im Moment tendiere ich dazu die Geocoin in einem anderen Cache abzulegen und den Rest einfach in die Tonne zu werfen. Werde mir über das Wochenende Gedanken machen.

Und zu den Mormonen möchtest Du nicht konvertieren?
Ich nehme bei den Caches selten was raus, werfe aber auch nur Kleinigkeiten bis 3,- € hinein.
Also ich hätte da nicht zu viele Erwartungen mit hochpreisigen Tauschartikeln. Dazu ist Geocaching bereits zu weit verbreitet. Aber auch ohne eine ‘Tauschvorgaben’ macht es doch Spass einen eigenen Cache zu haben, oder nicht?
@MTBTier –
Nein, das Mormonentum ist wohl nichts für mich.
@Spoony -
Ich hatte eigentlich schon erwartet dass man sich an das Motto hält.
Aber hast natürlich recht: Macht schon Spaß nen Cache zu haben. Vor allem wenn man positives Feedback erhält.