Die Erleuchtung: Sigma Powerled Black Pro X

Seit Januar besitze ich eine Sigma Pava. Die Lampe habe ich damals ungeplant, und quasi im Vorbeigehen günstig im Fahrradladen erworben. Über Lieferumfang, Verarbeitung und Funktion der Pava gibt es grundsätzlich nichts zu meckern. Sie ist StVZO zugelassen und hält was die Verpackung verspricht. In der Praxis offenbart sie leider für meine Zwecke eine entscheidende Schwäche: Ihr Lichtkegel leuchtet nur die unmittelbaren Meter vor dem Rad aus und ist abseits der Straße nur bei Dämmerung zu gebrauchen.

Um auch während der Wintersaison ein, zweimal pro Woche in den Genuss einer Feierabendrunde im Gelände zu kommen, musste nun Ersatz her. Fragt man bei Google nach MTB Lampen, stößt man früher oder später auf die Modelle von Lupine. Mit Sicherheit gute Lampen, aber nicht für meinen Geldbeutel gemacht. Irgendwann bin ich dann wieder bei Sigma gelandet. Diesmal bei der Powerled Black Pro X aus der Kategorie Sport-Beleuchtung.

Lieferumfang und erster Eindruck

Das Set kommt in einer schönen, aufgeräumten Verpackung! Unter dem Deckel findet man die Lampe und ein dazugehöriger Li-Ionen Akku. Beides, Lampe wie Akku machen einen gut verbauten Eindruck. Das stabile Gehäuse der Lampe ist aus Aluminium. Auch beim Akku, im robusten Kunststoffgehäuse, muss man keine Angst haben dass nach einem Sturz etwas zerbricht. Im unteren Teil der Schachtel findet man dann die mitgelieferte Helmhalterung mit Klettbändern, ein Ladegerät für den Akku, 4 AA Batterien (als Alternative für den Sigma Akku) und die Bedienungsanleitung.
Für Fahrer die ihre Lampe lieber am Lenker anstatt am Helm befestigen ist separat noch eine Lenkerhalterung erhältlich.

Funktion und Montage am Helm

Mit dem gelieferten Zubehör lässt sich die Black Pro Ruckzuck am Helm befestigten. Im Anschluss muss die Lampe noch per Kabel mit dem Akku verbunden werden. Das Kabel reicht aus um den Akku in der Rückentasche des Trikots oder der Jacke zu verstauen. Wer keine Lust auf Kabelsalat hat, kann das Gerät auch mit vier AA Akkus / Batterien betreiben.
Mir persönlich reichen die vom Hersteller angegebenen 3,5 h Brenndauer auf höchster Leistungsstufe aus. Deshalb habe ich das Akku Fach entfernt wodurch die Lampe ein wenig kompakter und leichter wird und somit am Helm angenehmer zu tragen ist. Von der Funktionsweise her ist die Pava mit der Powerled identisch. Drückt man den Knopf doppelt, geht die Lampe an. Mit jedem weiteren Knopfdruck wechselt man durch die 3 Leistungsstufen. Hält man den Knopf länger als 2 Sekunden gedrückt, schaltet sich das Gerät aus.

Praxis

Mit langen Handschuhen ist es nicht ganz einfach den Anschaltknopf zu erwischen. Erst mit etwas Übung bekommt man das einwandfrei hin. Abseits der Straße kann man sich zum ersten Mal ein Bild von der Leuchtkraft machen. Die Powerled strahlt sehr hell und leuchtet den Fahrweg auf die 20 – 30 Meter gut aus. Einzig im Seitenbereich des Lichtkegels könnte man sich etwas mehr Helligkeit wünschen. Positiv finde ich auch die Befestigung am Helm. Während bei der am Lenker befestigten Pava der Lichtkegel immer bei der Lenkbewegung mitgeht, strahlt die Powerled am Helm immer in die momentane Blickrichtung. Das ist vor allem im Kurvenbereich von Vorteil.

Fazit

Die Powerled ist eine helle Lampe mit der man sich auch während der Dunkelheit auf den Trail wagen kann. Die vom Hersteller angegebenen 3,5h Stunden habe ich noch nicht ausgenutzt. Nach 2 Stunden im Wald auf höchster Stufe konnte ich noch keine Ermüdungserscheinungen erkennen, das sollte für eine Feierabendrunde reichen. Für einen fairen Preis von unter 100 € bekommt man ein Komplettset mit dem man nach einer Ladezeit von etwa 2 Stunden sofort loslegen kann. Wer aus Komfortgründen die Lampe lieber am Lenker montieren möchte muss sich für etwa 5 € noch eine Lenkerhalterung besorgen.

Der Testartikel wurde von Bikeunit.de zur Verfügung gestellt.

4 Kommentare

  1. Von den PowerLEDs habe ich seit einem Jahr zwei Stück im Einsatz, eine am Lenker für den Nahbereich vor dem Vorderrad und eine auf dem Helm fürs Fernlicht. Den Akku für die Helmlampe habe ich jetzt auch auf den Helm geklettert, was vom Gewicht auch noch erträglich ist. Mit der Leucht- und Ausdauerleistung bin ich voll zufrieden. Man kann selbst im stockdunklen Wald fast so schnell fahren wie bei Tageslicht. Das Nachfolgemodell “EVO” leuchtet noch heller, hat aber einen schwereren Akku und kostet auch ein paar Euro mehr.

  2. So ähnlich hab ich das auch vor!
    Pava steck ich mir an den Lenker, die Powerled an den Helm.
    Sag mal, wie befestigst Du den Akku am Helm?

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